BLASENSCHWÄCHE und INKONTINENZ

Weltweit leiden über 200 Millionen Menschen an Inkontinenz. Allein in Deutschland gibt es geschätzte 10 Millionen Erkrankte – nur ein Bruchteil davon ist in ärztlicher Behandlung.

80% der Frauen zwischen 20 und 75 Jahren und 10% der Männer leiden an Harninkontinenz. Die Stuhlinkontinenz beträgt bei beiden Geschlechtern ca.10%. Aufgrund der demografischen Alterung ist in den nächsten Jahren mit einer starken Zunahme der Inkontinenz zu rechnen.

DIE BELASTUNGSINKONTINENZ UND DEREN THERAPIE

Integral Theorie nach Petros

Laut der Integraltheorie nach Petros fungiert der Beckenboden als aufgespanntes Trampolin, in das die Vagina eingesponnen ist.

 

Lockert sich dieses Trampolin, so verliert die Vagina ihre Spannung und der Blasenboden senkt sich mit fatalen Folgen. Nun reiben die Füllungsstandrezeptoren aneinander und erzeugen ein Blitzlichtgewitter an fehlerhaften Informationen, die das Gehirn mit einer Harnentleerung beantwortet.

Die Behandlung

Mittels Stimulation der Beckenbodenmuskulatur wird das Trampolin wieder neu festgezurrt. Mit zunehmendem Trainingserfolg spannt sich die Vagina. Der Blasengrund verliert seine Aussackung und sitzt der Vagina wieder fast waagerecht auf.

 

Die Blasenrezeptoren verlieren damit ihren Kontakt zum Nachbarn und reizen einander nicht mehr. Natürliche, periodische Signale der Blasenrezeptoren berichten über den adäquaten Füllungsstand.

DIE DRANGINKONTINENZ UND DEREN THERAPIE

Gate Control Theorie

 

Nach der Gate-Control-Theorie führen z.B. chronische Harnblasenentzündungen durch ständige Rezeptoren Reizung zu konfusen Signalen.

 

Ab einer bestimmten Signalmenge werden diese über das Rückenmark an das Gehirn weitergegeben. Die Folge ist ein Entleerungsreflex, der nicht unterdrückt werden kann.

Die Behandlung

 

Die niederfrequenten und rhythmischen Pulsationen der Transpelvinen Magnetstimulation TPM unterbrechen diese Signalgebung, womit der Miktionsreiz reduziert.